Eine eigene Unternehmens-KI für den ganzen Betrieb – statt privater ChatGPT-Konten
Eine Unternehmens-KI – auch Firmen-KI oder Corporate LLM genannt – ist ein gemeinsamer KI-Arbeitsplatz für alle im Betrieb: ein Zugang statt vieler privater ChatGPT-Konten, mit euren Unterlagen als Wissensgrundlage, fertigen Vorlagen für wiederkehrende Aufgaben und Rechten je Rolle. Je nachdem, wie heikel die Daten sind, läuft sie auf Servern in der EU, bei einem europäischen Anbieter oder auf einem eigenen Rechner im Betrieb. Proinnova·KI richtet sie ein, bindet euer Wissen an, schreibt die KI-Richtlinie und schult die Leute.
Worum es geht
In fast jedem Betrieb arbeitet längst jemand mit KI – mit dem privaten Gratis-Konto, oft auf dem eigenen Handy. Angebote, Kundendaten und Kalkulationen landen so auf fremden Servern, ohne Vertrag und ohne dass es jemand weiß. Ein Verbot ändert daran wenig: Gearbeitet wird dann eben heimlich.
Dazu kommt, dass ein allgemeines Sprachmodell euren Betrieb nicht kennt. Es kennt weder eure Preisliste noch eure Absprachen mit Stammkunden, also antwortet es allgemein – oder es erfindet etwas, das plausibel klingt. Und wer sich einen guten Weg erarbeitet hat, behält ihn auf seinem privaten Konto. Der Betrieb lernt nichts daraus.
Selbst wo schon ein KI-Projekt läuft, sieht es oft so aus: Eine Lösung funktioniert, alle anderen arbeiten weiter von Hand oder privat. Viele einzelne Inseln, aber kein gemeinsamer Boden.
So gehen wir vor
- Den Weg für die Daten wählen. Nicht jede E-Mail braucht den Hochsicherheitstrakt. Wir legen gemeinsam fest, was über große Sprachmodelle auf Servern in der EU laufen darf, was zu einem europäischen Anbieter gehört und was das Haus gar nicht verlassen soll – dafür steht dann ein eigener Rechner im Betrieb.
- Das Firmenwissen hineinbringen. Preislisten, Datenblätter, Anleitungen und bewährte Texte kommen hinein, nach Vorgang sortiert statt in einen großen Topf. Was nur in Köpfen steht, holen wir in kurzen Gesprächen mit den Leuten heraus, die es wissen. Jede Antwort nennt die Unterlage, aus der sie stammt.
- Vorlagen und Rechte einrichten. Fertige Vorlagen für das, was jeden Tag anfällt: Besprechungsprotokoll, Antwort auf eine Reklamation, Angebotstext aus Stichpunkten, Vorbereitung auf ein Kundengespräch. Die Buchhaltung sieht andere Unterlagen als die Montage. Niemand muss lernen, wie man mit einer KI redet.
- KI-Richtlinie schreiben und schulen. Eine kurze KI-Richtlinie für den Betrieb, der Vertrag zur Auftragsverarbeitung und eine Schulung an euren eigenen Fällen. Die Teilnehmerliste dient zugleich als Nachweis für die Schulungspflicht nach Artikel 4 der EU-KI-Verordnung.
- Aktuell halten. Neue Modelle, neue Vorlagen, neue Kollegen: Wir halten die Anlage auf Stand und sehen regelmäßig nach, welche Vorlagen genutzt werden und welche nicht – ohne zu zählen, wer wie oft fragt.
Was du am Ende hast
Alle im Betrieb arbeiten mit derselben KI, und die kennt euren Betrieb. Es gibt einen Vertrag, klare Regeln und keine privaten Konten mehr. Was sich bewährt, bleibt als Vorlage im Betrieb, auch wenn jemand geht. Auf diesem Boden lassen sich später Assistenten bauen, die von selbst in Postfach und Warenwirtschaft mitarbeiten.
Wie jedes Projekt beginnt auch dieses klein: Am Anfang steht etwas, das sofort Arbeit abnimmt. Was geliefert wird, was es kostet und wann es fertig ist, steht vorher schriftlich fest.
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Häufige Fragen
Was ist ein Corporate LLM?
Corporate LLM ist ein anderer Name für eine Unternehmens-KI: kein selbst trainiertes Sprachmodell, sondern ein gemeinsamer Zugang zu guten bestehenden Modellen, eingerichtet für einen bestimmten Betrieb – mit dessen Unterlagen, Vorlagen, Rechten und Regeln.
Ist ChatGPT DSGVO-konform?
Das hängt von der Variante ab, nicht vom Namen. Private und kostenlose Konten taugen für Firmendaten nicht: Es gibt keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und Anbieter behalten sich dort häufig vor, Eingaben zum Verbessern ihrer Modelle zu verwenden. Die Geschäftsvarianten bieten einen solchen Vertrag an und verwenden Eingaben nach Angaben des Anbieters nicht zum Training. Offen bleibt dann noch, dass der Anbieter ein US-Unternehmen ist (siehe nächste Frage). Ob das für eure Daten reicht, entscheidest du mit deinem Datenschutzbeauftragten; wir sagen dir vorher, welcher Weg zu welchen Unterlagen passt.
Reicht es, wenn ChatGPT auf Servern in der EU läuft?
Für vieles ja. Die großen Anbieter bieten inzwischen Verträge mit Servern in Europa und ohne Training mit euren Daten an. Der Anbieter bleibt aber ein US-Unternehmen, und US-Behörden können nach US-Recht unter Umständen auch Daten herausverlangen, die ein solches Unternehmen in Europa speichert. Für Unterlagen, bei denen dir das zu heikel ist, gibt es zwei weitere Wege: europäische KI, also Modelle europäischer Anbieter wie Mistral aus Frankreich in europäischen Rechenzentren, oder ein offenes Modell auf einem eigenen Rechner im Betrieb. Welcher Weg für welche Daten passt, legen wir vorher gemeinsam fest; die rechtliche Bewertung bleibt bei dir und deinem Datenschutzbeauftragten.
Was gilt für Steuerkanzleien, Anwälte und Arztpraxen?
Dort gilt mehr als die DSGVO: Wer einem Berufsgeheimnis unterliegt, darf Dienstleister nur unter strengen Bedingungen an Mandanten- oder Patientendaten heranlassen – für Steuerberater regelt das § 62a StBerG, für Anwälte § 43e BRAO, dahinter steht § 203 StGB. Der Dienstleister muss zur Verschwiegenheit verpflichtet sein, und im Ausland muss der Schutz mit dem in Deutschland vergleichbar sein. Ein privates Gratis-Konto erfüllt das nicht. Für Kanzleien und Praxen planen wir deshalb mit einem europäischen Anbieter oder einem Rechner im eigenen Haus; die berufsrechtliche Bewertung bleibt bei dir und deiner Kammer.
Reicht nicht ChatGPT Team, ChatGPT Enterprise oder Microsoft Copilot?
Vielleicht. Für manche Betriebe ist so ein fertiges Abo die richtige Unternehmens-KI, und wir reden es dir nicht aus. Zwei Dinge sollte man vorher wissen: Auch OpenAI und Microsoft sind US-Anbieter, mit der Frage aus der vorigen Antwort. Und kein Abo bringt die Arbeit mit, an der es im Alltag scheitert: eure Unterlagen hineinbringen, Rechte schneiden, Vorlagen bauen, die KI-Richtlinie schreiben, die Leute schulen. Diese Arbeit ist unser Teil – ob auf einem fertigen Abo oder auf einer eigenen Anlage, entscheiden wir gemeinsam.
Ist das nicht doch wieder ein Chatbot?
Der Chat ist nur das Sichtbarste daran, und er ist für die Arbeit am Schreibtisch gedacht, nicht für Kunden auf der Website: Texte entwerfen, in Unterlagen nachschlagen, zusammenfassen. Den Assistenten, der von selbst im Postfach mitarbeitet, ersetzt er nicht – er ist der Boden, auf dem so ein Assistent später steht.
Wird mitgezählt, wer was fragt?
Nein. Protokolliert wird, damit die Kosten im Rahmen bleiben und sich Fehler finden lassen. Eine Auswertung je Person schalten wir ab. Das ist keine Nettigkeit: Wer fürchtet, dass mitgezählt wird, arbeitet weiter mit dem privaten Konto.
Was kostet das?
Das hängt davon ab, wie viel bei dir schon digital vorliegt. Der Einstieg ist fest: ein kurzes Telefonat kostet nichts, danach 30 Minuten Videoberatung für 49,00 € inkl. MwSt. Erteilst du innerhalb von drei Monaten einen Auftrag, rechnen wir die 49,00 € an. Was gebaut wird, was es kostet und wann es fertig ist, steht vor Projektbeginn schriftlich im Angebot.
Bleiben unsere Daten im Haus?
Wir planen jedes Projekt nach den Anforderungen der DSGVO. Wo es nötig ist, läuft die KI auf einem eigenen Rechner in deinem Betrieb, dann verlassen die Daten das Haus gar nicht. Wo ein Cloud-Dienst sinnvoll ist, sagen wir dir vorher, welcher es ist und wo er seine Server hat.
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